Proben während der Corona-Pandemie!

2020/21 – Penig und Umgebung

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So sieht es aus, wenn ein Chor zwar nicht zusammen proben darf, aber trotzdem nicht aufhören kann und aufhören will zu singen.
Die Chronologie dieser Galerie verläuft von unten nach oben. Deshalb sind die ältesten Texte bei den unteren Bildern. Die nach oben folgenden werden immer jünger und ganz oben stehen die neuesten Meldungen von unseren Proben unter Pandemiebedingungen.

2021

Im neuen Schuljahr konnten wir es gar nicht abwarten und trafen uns schon während der Sommerpause, an den zwei Montagen vor Ferienende, um in Kleingruppen insbesondere an der Aussprache unserer englischen Titel zu arbeiten und dort ein einheitliches Niveau herzustellen. Max Czoschke, Paul und Martin erklärten sich dazu bereit und wurden am 30.08. noch von Inga und Sylvia unterstützt. Dieses Üben in „Live-Breakout-Räumen“ hat viel gebracht, insbesondere mehr Sicherheit, die sich dann auch in Lautstärke und Ausstrahlung äußern wird, wenn wir mit den Titeln im Dezember auftreten.

Seit August proben wir nun wieder in der Aula des FGP, weil es draußen zu zeitig dunkel wird und das Wetter oft nicht open-air-freundlich ist. Bei geringer Teilnehmerzahl an den Proben nutzen wir dabei schon auch mal die vorhandenen Tische, um nicht gar zu viel umräumen zu müssen.

Auch die letzte Probe vor den Ferien führten wir wieder im Hof des Schlosses Wolkenburg durch. Dabei nutzten wir die Möglichkeiten, die uns der viele Freiraum bot und haben mit verschiedenen Aufstellungen der Männer zwischen den responsorischen Frauenstimmen gearbeitet, um unterschiedliche Klangwirkungen erleben zu können und damit verschiedene Singweisen zu provozieren.
Charleen hatte sich wieder von Nordhausen aus (per Zoom über das auf dem Notenständer stehende Tablet) unserer Soprane angenommen, die dann auf der Wiese vor dem Schloss ihren eigenen Stimmpart in einem separaten Probenraum üben konnten, um sie im Anschluss mit dem Rest des Chores zum Gesamtklang hinzuzufügen.

Hurra! Seit 21.06. können wir wieder gemeinsam proben, uns leibhaftig sehen und vor allem hören! Das haben wir – ob des schönen Wetters und der geschlossenen Außenwände – wieder im Schlosshof des Schlosses Wolkenburg getan, weil uns das Wetter hold war und uns Herr Dorn, Geschäftsführer der Stadthalle Limbach-Oberfrohna, sehr wohlgemut und motivierend unterstützte. Unser Dank an dieser Stelle auch an unsere Altistin Yvonne, die jeden Montag bereits eine halbe Stunde vor Probebeginn mit dem Torschlüssel vor Ort ist, um dem Chorleiter aufzuschließen und bei den Vorbereitungen für die Proben zu helfen, ebenso wie an unsere Vereinsvorsitzende Ramona, die wöchentlich fleißig Abstände ausmisst, Plätze zuweist und sich um die Einhaltung der Hygienevorschriften kümmert.
Etliches war in der langen Zeit des Vor-dem-Bildschirm-Singens in den heimischen vier Wänden in Vergessenheit geraten oder in den Hintergrund gerückt, wie z. B. das kräftige, laute Singen, die korrekte Aussprache, exakte Abschlüsse und Einsätze oder die sängerische Körperhaltung. Aber wir sind am Aufarbeiten und am Zusammensingen und proben im Juli bereits an den in Online-Proben neu erarbeiteten Stücken. Und auch das Blubbern führen wir fort – sowohl in der Einsinge als auch bei der Arbeit an konkreten Titeln.
(Und so nebenbei hat sich ergeben, wie der Chorleiter, sollte er mal sein Stativ fürs E-Piano vergessen haben, auf menschliche Ressourcen zurückgreifen kann. :-D)

Stufe I war, dass wir, seitdem das wieder und dort, wo es möglich und gewollt war, zu zweit vor den Bildschirmen gesessen haben, um schon ein bisschen die Vorstellung vom Stimmklang wenigstens der eigenen Stimmgruppe zu bekommen.
Und als nächste Stufe begannen wir im Mai, mit dem Blubberschlauch und fachkundiger Einweisung durch unsere Charleen, noch mehr für die Stimmhygiene und -gesundheit zu tun, was wir seitdem in jede Probe einbezogen haben.
Wenn es dann Ende Juni wieder im Freien losgehen kann, werden wir sehen, wie wir dieses Element auch probenpraktisch mit einbeziehen können, ohne es ausschließlich beim Einsingen anzuwenden.

2020

Im September wurde es jedoch schon so früh dunkel und war so kalt, dass wir auf die Aula zurückgreifen konnten und dort zum Glück auch mit allen Anwesenden mit entsprechendem Sicherheitsabstand, guter Lüftung und hygienekonzeptmäßig rechtens proben konnten.
Leider mussten wir ab 1. November wieder raus aus der Aula und zurück an die Bildschirme. Somit hätte die Sache wieder von vorn losgehen können, wenn es da nicht noch ein paar Neuerungen im neuen Jahr gegeben hätte ...

Ende Juni haben wir uns um große Freiluftareale gekümmert, die akustisch besser geeignet sind als das Schulgelände, und sind u. a. auf die Freilichtbühne im Grünfelder Park in Waldenburg gestoßen, wo wir vielleicht ab September, so das Wetter am Montagabend immer mitspielt, regelmäßig wieder mit allen gemeinsam proben können.
Allerdings war die Akustik im Freilufttheater ziemlich problematisch für uns, so dass wir dank des Engagements unserer Altistin Yvonne und dem Entgegenkommen der Verantwortlichen der Stadt Limbach-Oberfrohna im Innenhof des Schlosses Wolkenburg proben konnten, was durch die Wände ringsum natürlich schon viel eher wie Chor klang. Trotz Abstand.

Und kurze Zeit später haben wir dann mit dem Alt geprobt. Ja, richtig: Weihnachtslieder. Deshalb auch das stimmungsvolle Ambiente während der Probe im Garten bei 20 Grad. Es war für alle Beteiligten (und die Nachbarn) sehr lustig.

Als dann endlich die Bestimmungen etwas gelockert wurden, konnten wir wenigstens in kleinen Gruppen wieder MITeinander proben und nicht nur gleichzeitig wie in den Online-Proben. Da die Männerstimmen bei uns die zahlenmäßig kleinste Stimmgruppe ist, haben wir mit ihnen begonnen und fleißig auf der Wiese am Haus, auf dem Schulgelände und – wenigstens fürs Foto posierend – auch mal im Musikzimmer Position bezogen, um dann im Freien weiterzuproben.

Da gab es die ersten „Begegnungen“ via Zoom-Meeting am Bildschirm, dem Tablet bzw. Handy und im Wohnzimmer des Chorleiters wurde für die Online-Chorproben das E-Piano und diverse Technik aufgebaut. Für einen Chorsänger ist es schon besonders, wenn man immer nur sich selbst hört und das Klavier bzw. das Playback vom Chorleiter aus dem Lautsprecher oder Headset, obwohl man sieht, dass die anderen mitsingen.